Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. montanum ssp. carpathicum from Sattel Zawrat, unterhalb
In diesem Reisebericht stelle ich noch einen Standort aus dem polnischen Teil des Gebirges Vysoké Tatry vor. Es ist klar, dass der Standort ziemlich hoch in den Bergen liegt. Der Standort befindet sich wieder in dem Tal Dolina Pięciu Stawów Polskich, genauer am Anfang des Tales.
Das Tal Dolina Pięciu Stawów Polskich liegt in dem nordwestlichen Teil des Gebirges Vysoké Tatry. Das Tal fängt unter dem Berg Svinica an und endet unter dem See Przedni Staw Polski. In dem Tal gibt es vier große und ausgedehnte Seen, dann liegen da mehrere kleine Seen.
Östlich unter dem Berg Svinica (2301 Meter) liegt auch einen Sattel. Der Sattel heißt Zawrat und liegt in der Höhe 2150 Meter. In dem Sattel treffen zwei touristische Wanderwege. Unter dem Sattel, noch in dem Tal Dolina Pięciu Stawów Polskich, habe ich neben blau markierten touristichen Wanderweg einen Standort von Sempervivum montanum subsp. carpathicum gefunden.
Der Standort liegt in der Höhe von 2080 Meter über dem Meerspiegel und das Gestein wird Granit gebildet. Die Rosetten von Sempervivum montanum subsp. carpathicum wachsen an den Felsen und unter den Steinen neben dem touristischen Weg. Es gibt eine wunderschöne Aussicht da. Aus dem Standort ist es möglich der See Zadni Staw Polski zu beobachten. Dann können wir auch die wunderbare Landschaft des Gebirges Vysoké Tatry bewundern.
Die Rosetten haben die Gruppen und die Kolonien gebildet. Obwohl viele Rosetten am Standort kleine Mase hatten, waren alle Rosetten am Standort in guten Zustand. Alle Rosetten waren frisch grün gefärbt und fast alle Rosetten waren schön geöffnet. Viele Rosetten haben die neuen Ausläufer gebildet. In der Zeit meines Besuches war es zu spät für die Blüten, trotzdem habe ich mehrere vertrocknete Blütenstängel gefunden.
Ich freue mich auf die Antworten.
LG,
jezour
Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf www.sempervivum-liste.de einloggen.

Comments
Antwort von Sempernicki am 24.12.2014
Oh, auch noch ein weiterer Reisebericht als Weihnachtsgeschenk!
Hallo, lieber jezour,
schon mal vielen, vielen Dank! Ich beschäftige mich gerne in den nächsten Tagen zwischendurch mit deinem Bericht und stelle die Bilder ins Lexikon!
Bis dahin auch an dieser Stelle nochmal gute Wünsche für ein frohes Fest!
Liebe Grüße
Sempernicki
Antwort von Sempernicki am 25.12.2014
Lieber jezour,
nun habe ich den Eintrag ins Naturformen-Lexikon fertig und mich dabei mit deinem Reisebericht beschäftigt.
Neben den wunderschönen Pflanzen finde ich diesmal das Foto der Lokalität am interessantesten. Ist das wohl schon vor langer Zeit eine Treppe zum Überqueren des Sattels gewesen oder hat das die Natur so geschaffen?
LG
Sempernicki
Antwort von jezour am 25.12.2014
Hallo liebe Sempernicki,
die Natur hat die Treppen nicht geschafft. Die Treppen haben die Leute geschafft, damit die Natur nicht so zestört wird und damit die Leute sich in den Bergen besser bewegen können. Ich finde solche Wege oder Treppen gut. Wenn die Treppen oder Steine da nicht waren, wären da nur kleine Steine, Schutt oder Sand. Sehr kleine Steine, Schutt oder Sand sind glatt und es droht die Gefahr der Fälle und Verletzungen.
LG,
jezour
Antwort von sachsblau am 25.12.2014
Hallo lieber jezour,
auch von mir ein herzliches Dankeschön für diesen tollen neuen Reisebericht zu den Weihnachtstagen.
Ich finde die Seen-Landschaft sehr beeindruckend und wunderschön. Zum Genießen müsste man dort eigentlich mal länger verweilen können. Wie lange habt ihr denn die Gegend bereist und hattet ihr ausreichend Gelegenheit, die Natur dort zu genießen?
Die Semps machen wirklich alle einen sehr guten Eindruck und es ist schön, den Nachwuchs (die Kindel) zu sehen.
Vielen Dank nochmals für die schöne Lektüre zu Weihnachten.
Ich wünsche Dir und allen anderen Forum-Besuchern wunderschöne Festtage.
Liebe Grüße,
sachsblau
Antwort von jezour am 25.12.2014
Hallo liebe sachsblau,
in dem Gebirge Vysoké Tatry habe ich im Jahre 2012 fünf Tage verbracht. In der Gegend des Tales Dolina Pieciu Stawów Polskich war ich insgesamt drei Tage.
LG,
jezour
Antwort von sachsblau am 25.12.2014
Hallo lieber jezour,
also bist du nicht nur mal kurz durchgewandert, sondern hattest doch etwas Zeit, diese einmalig schöne Gegend zu bewundern und nach Semps abzusuchen.
Wie ist es denn dort mit dem Tourismus? Ist das Gebiet erschlossen oder eher weniger? Wo und wie habt ihr übernachtet? Im Zelt und wenn ja, ist das so einfach erlaubt?
Dankeschön für´s Fragen beantworten!!
Liebe Grüße,
sachsblau
Antwort von jezour am 25.12.2014
Hallo liebe sachsblau,
die Informationen niedriger gelten für Vysoké Tatry, Belianské Tatry und Červené vrchy. Belianské Tatry (auf Deutsch Belaer Tatra) befinden sich am nordöstlichen Rand von Tatra Gebirge und Červené vrchy liegen südlich von dem Städtchen Zakopane, den Gebirgskamm von Červené vrchy gibt es an der Staatsgrenze Polens mit der Slowakei. Über Červené vrchy erwähne ich ein bisschen in den nächsten Reisebericht.
An den beiden Seiten der Staatsgrenze erstreckt sich der Nationalpark. Obwohl es um ein Gebirge handelt, gibt es auf den beiden Seiten der Grenze viele Unterschiede.
In Polen liegt etwa ein Drittel des Gebirges. Trotzdem führen da in den Bergen viele touristischen Wanderwege. In der Nähe des Berges Kozi Wierch gibt es wirklich viele. Einige Wanderwege sind mühsam, nächste sind leicht.
Unter den Bergen enden viele Straßen, es gibt Parkplätze da. An den Berg Kasprov vrch führt eine Seilbahn aus dem Stadtrand von Zakopane. Die polnische Seite des Gebirges ist ziemlich gut zugänglich.
Es gibt immer viele Leute da auf der polnischen Seite des Gebirges.
Wir haben in den Berghütten übernachtet. Auf der polnischen Seite von Tatra Gebirges gibt es ein Netz der Berghütten. In Polen ist es populär die Fußübergänge der Bergen zu unternehmen. Also in den Berghütten übernachten immer viele Leute, trotzdem findet man immer Platz zu übernachten. Wir hatten Schlafsäcke und Isomatte mit (in den einigen Berghütten ist es möglich Schlafsack und Isomatte zu leihen). In den allen Berghütten gibt es ein einfaches Restaurant, es gibt auch eine Küche für die Leute, die eigene Lebensmittel tragen. Es ist verboten in den Bergen zu zelten. Viele Unterkunfmöglichkeiten gibt es auch unter den Bergen, vor allem in der Nähe von Zakopane.
Der Rest des Gebirges liegt in der Slowakei. In der Slowakei gibt es nicht so viele Wanderwege. Viele Plätze (Bergen, Sattel, Täler) sind nicht zugänglich - oder nur mit dem Bergführer (aber es kostet ziemlich viel Geld). Ich muss erwähnen, dass früher das Gebirges viel mehr zugänglich war. Einige Teile des Gebirges und einige Wanderwege sind sehr viel benutzt, man bewegt sich da viele Leute. Aber es gibt auch die Wanderwege, die weniger benutzt sind - z. B. im Tal Tichá dolina, Hlinská dolina, Nižné Temné Smrečiny, Bielovodská dolina. Es gibt auch Seilbahnen in dem slowakischen Teil des Gebirges - an den Berg Lomnický štít, zu dem Skalnaté See und an den Abhang des Berges Solisko.
Unter den Bergen führt eine Straße, an den südlichen Abhängen fürht auch Tatraer Einsenbahn (etwas ähnliches wie Straßenbahn), an den Abhängen liegt auch Dörfer Smokovec, oder Tatranská Lomnica.
Es ist nicht möglich in dem slowakischen Teil des Gebirges einen Bergübergang zu unternehmen, denn die Wanderwege führen oft zu einem Punkt und zurück, der wichtigste Wanderweg fürh an den südlichen Abhängen des Gebirges. In den Bergen gibt es auch ein paar Berghütten, es gibt auch da die Möglichkeit in den Berghütten zu übernachten. Auch in der Slowakei ist es verboten in den Bergen zu zelten. Viele Unterkunftmöglichkeiten gibt es an den südlichen Abhängen des Gebirges.
LG,
jezour
Antwort von sachsblau am 26.12.2014
Hallo lieber jezour,
vielen Dank für deine ausführlichen Schilderungen. Es ist gut, dass es die Berghütten für die Wanderer gibt und das Zelten verboten ist. So wird die Natur zumindest ein wenig geschützt. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Gegend um Zakopane touristisch stärker ausgebaut ist als die anderen. Es ist ja ein bekannter Ort, nicht nur für den Wintersport.
Nochmals vielen Dank für die Hinweise die du gegeben hast, das ist vielleicht ganz hilfreich für diejenigen, die vorhaben, die Gegend zu bereisen und nach Semps zu suchen.
Ich freue mich schon jetzt auf deinen nächsten Bericht.
Liebe Grüße und allen einen schönen Feiertag,
sachsblau
Antwort von jezour am 26.12.2014
Hallo liebe sachsblau,
über dem Naturschutz habe ich dieses Jahr ein wenig mit den Eigentümer der Grundstücke gesprochen. Es war in Westliche Tatra (Západné Tatry), in der Slowakei. Also, nächste Informationen gelten für die Slowakei, über die Situation in Polen habe ich keine Informationen.
Die Eigentümer der Grundstücke in der Slowakei stimmen mit der Situation in dem Nationalpark und auch mit dem Verhalten des Nationalparks sehr stark nicht zu. Sie haben gesagt, dass vor allem die Gesetze sehr schlimm geschrieben werden. Sie haben auch die Beispiele genannt. Sie haben erwähnt
- die Bären haben sich übermäßig vermehrt (in den zwei Täler von Tatra - Tichá und Koprovská dolina - hat die Verwaltung des Nationalparks offiziell 78 Bären zugestanden, die Leute sprechen noch über höhere Anzahl der Bären)
- sie haben auch über die Waldkatastrophe in Tatra gesprochen, an den südlichen Abhängen von Tatra Gebirge gibt es jetzt keine Wälder, die Wälder wurden währen zwei Windstürme vernichtet, in den zwei Tälern - Koprovská und Tichá dolina ist es die Situation noch schlimmer - die Baumbrüche wurden da gelassen, der Borkenkäfer hat sich übermäßig vermehrt und die Täler werden jetzt sehr sehr vernichtet.
- sie haben auch gesagt, dass die Verwaltung der Nationalparks wenig für Tourismus tut
- und sie haben auch genannt, dass sie mit eigenen Grundstücke nichts machen können
Für die Vorstellung zeige ich zwei Bilder aus dem Tal Tichá dolina. Durch das Tal habe ich in diesem Sommer gewandert.
Tichá dolina
LG,
jezour