Reisebericht: Popovokapski ezero

Gespeichert von jezour am Sa., 07.01.2012 - 20:50

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. heuffelii (heuffelii) from Popovokapski ezero

Jovibarba heuffelii var. heuffelii – Popovokapski ezero

Das Bild ist im Juli entstanden, am 7. Juli 2010. Das Bild kommt aus Bulgarien, aus dem Gebirge Rila. Das Bild ist auf dem südlichen Abhang des Berges Popova Kapa in der Höhe 2400 m entstanden. Es war kalt – um 1 °C. Es war nach dem schnellen Wechsel des Wetters. Der schnelle Wechsel des Wetters in den Bergen ist oft mit dem Sturm verbunden. Dann kommt der Nebel, der Wind und Regen, oder Schneien.

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Popovokapski ezero – am Ufer dieses Sees wächst Jovibarba heuffelii

Das Wetter war während meines Besuches von Bulgarien nicht so gut. In den Tälern und in den Tiefebenen war es sonnig. In den Bergen war der Nebel und in Rila war sogar das Schnee. Während der Nacht hat es oben in den Bergen geschneit. Oben ist etwa 10 cm des neuen Schnees gefallen. Der Schnee hat in der Höhe von 2050 m über dem Meerspiegel angefangen. In den Bergen muss man mit diesem Wetter rechnen. In diesem Wetter habe ich unter dem Gebirgskamm von Rila Jovibarbas gesucht – und gefunden.

Unten – bis 2100 m – wächst Jovibarba heuffelii var. glabra in Rila. Die Populationen von Jovibarba heuffelii var. glabra haben meine Freunde in der Nähe des Sees Suchoto untersucht. Ich möchte Jovibarba heuffelii var. heuffelii finden, darum habe ich Jovibarba heuffelii var. glabra nicht gesucht. Unten hat es ein bisschen geregnet, trotzdem war ich für die Tour vorbereitet.

Heute kann ich sagen, dass das Gebirge Rila schön ist. Aber ich habe fast nichts gesehen. Oben war es den Nebel. Die Sicht war etwa 10 m. Ich bin einen Komplex der Seen vorbeigegangen. Der Komplex heißt Popovokapskije ezera. Ich habe den Namen Popovokapski jezero ausgewählt, weil ich Jovibarba heuffelii var. heuffelii nur an dem Ufer eines Sees gefunden habe.

Der See liegt in der Höhe etwa 2370 m über dem Meerspiegel. Das Gestein bildet Granit. Am Ufer des Sees habe ich eine Population von Jovibarba heuffelii var. heuffelii gefunden. Einige Rosetten wachsen gleich an den Wänden, einige Rosetten wachsen unter den Steinen. Viele Rosetten habe ich in dem Gras, unter den Wacholdern und unter den Sträuchern von Blaubeeren. Warum wachsen die Jovibarbas unter den Sträuchern? Ich glaube, dass die Rosetten schützen vor dem Wind, vielleicht schützen die Rosetten auch vor dem Schnee.

Alle Rosetten waren nass. Einige waren klein, einige waren groß. Alle Rosetten waren geöffnet und grün. Alle Rosetten waren sehr behaart – die Behaarung ist das Merkmal der Varietät “var. heuffelii.“ Viele Rosetten waren für das Blühen vorbereitet, aber in der Zeit meines Besuches haben sie nicht geblüht. Viele Rosetten waren von Endophyllum sempervivi angesteckt. Es zeigt, dass das Leben hier nicht einfach ist.

Was soll ich noch schreiben? Rila ist ein schönes Gebirge, es lohnt sich Rila zu besuchen. Oben wächst nur Jovibarba heuffelii var. glabra, aber die Situation in den Tälern ist interessanter. Es ist möglich in Rila zum Beispiel Sempervivum leucanthum, Sempervivum ciliosum var. ciliosum, Sempervivum erythraeum und ihre Hybride zu finden.

Was sagen sie dazu? Haben sie Rila besucht? Plannen sie ein Sempervivum-Urlaub in Bulgarien? Ich freue ich auf die Antworten und auf die Fragen.

LG,
jezour

Zum Naturformen-Eintrag

Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf  www.sempervivum-liste.de  einloggen.

Bildergalerie - © alle Bilder sind urheberrechtlich geschützt!

Comments

Sempernicki

Mo., 27.12.2021 - 08:24

Hallo lieber jezour

jezour hat geschrieben: Was sagen sie dazu? Haben sie Rila besucht?

Sagen kann ich nicht viel, da Naturformen nicht mein Gebiet sind...
...ich bin einfach immer wieder sehr beeindruckt von deinen Beschreibungen und
den schönen Bildern.

Rila habe ich noch nie besucht, aber das Gebiet ist mir trotzdem
sehr symphatisch, da einer meiner absoluten Lieblinge von da stammt:
meine S. marmoreum ssp. erythraeum

Liebe Grüsse
Sedum

Sempernicki

Mo., 27.12.2021 - 08:25

Lieber jezour,

du hast dir ja ein "prima" Wetter ausgesucht für deine Tour durch das Rilagebirge. Ich finde es sehr interessant, dass dort beide S. heuffeliis wachsen.

Auch bei mir steht "Rila" ab und zu auf dem Etikett. Ich hab auch die S. marmoreum ssp. erythreum und die kuschelige S. heuffeliifrom Rila, die ich jetzt eigentlich umtaufen könnte. Du hast sie sicher schon in der Bildergalerie im Lexikon gesehen. Morgen oder übermorgen soll ein wenig Sonne kommen, dann mache ich mal ein Winterfoto von ihr.

Deine Rosetten haben auf dem vorletzten Bild auch die breiten roten Spitzen an den Blättern wie meine. Warum schreibst du dann, dass sie alle grün sind? Was meinst du damit?

Den Pilz habe ich Gott-sei-Dank nicht im Garten, nur immer viele Maden.

Vielen Dank für deinen Bericht. Wirklich schade, dass man die Landschaft nicht sieht.

Sobald die Webseite bei mir schneller läuft, mache ich den Eintrag ins Lexikon.
(Ach, ich habe auch noch eine S. ciliosum from Rila Village)

Liebe Grüße
Sempernicki

Sempernicki

Mo., 27.12.2021 - 08:25

Hallo Sempernicki,

nicht nur in Rila wachsen beide Varietäten von Jovibarba heuffelii. Am Domogled wachsen auch beide. Immer gilt es, dass var. glabra niedriger wächst.

Ich habe "alle" geschrieben, obwohl einige Pflanzen in der Natur auch schön gefärbt waren. In Kultur sind die Rosetten nur grün gefärbt.

Es ist Schade, dass wir nur ein Tag in Rila verbracht haben. Jetzt habe ich viele GPS-Angaben von S. ciliosum, S. erythraeum auch zwei Angaben von S. leucanthum und einige Angaben von den Hybriden. Das Gebiet des Gebirges finde ich hoch interessant.

LG,
jezour

Sempernicki

Mo., 27.12.2021 - 08:27

Hallo,
hier kommt das vor ein paar Tagen angekündigte Winterfoto von meiner S. heuffelii from Rila:

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Wie groß ist wohl die Rosette (meine einzige) auf dem Bild?

LG
Sempernicki

Sempernicki

Mo., 27.12.2021 - 08:33

Lieber jezour,

die beiden Durchmesser sind 1,8 cm und 1,5 cm, weil ich die Matschblätter letztes Jahr immer abgemacht habe. Sie muss im Frühjahr aufgepäppelt werden.

LG
Sempernicki

Titelbild
Reisebericht: Popovokapski ezero