Reisebericht: Belogradčik

Gespeichert von jezour am Di., 17.01.2012 - 11:41

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. heuffelii (glabrum) from Belogradčik

Jovibarba heuffelii var. glabra - Belogradčik

Wir bleiben in Bulgarien und verlassen nicht das Thema Jovibarba heuffelii. Heute zeige ich die Bilder von Jovibarba heuffelii var. glabra. Die Lokalität liegt niedriger als die Lokalität in Rila. Das Gestein wird eine Überraschung für sie. Welche Gegend besuchen wir?

Ich glaube, dass jemand über Belogradčik schon gehört hat. Belogradčik befindet sich in Bulgarien. Die Stadt liegt im Nordwesten Bulgariens, nicht weit von der Grenze mit Serbien. Die Stadt liegt in der Gegend der Sandsteinformationen. Die Sandsteinformationen sind südlich von der Donau gar nicht häufig. Jovibarbas? Hier? Ja, Jovibarba heuffelii wächst in der Gegend bei Belogradičk.

Unsere Lokalität befindet sich südöstlich von Belogradčik. Sie liegt gleich neben der Straße. Die Straße läuft unter den Felsen. Die Felsen interessieren uns. Wenn sie die Felsen sehen, sagen sie, dass hier keine Jovibarba wächst. Dann kommen sie näher und sehen die Kolonien von Jovibarba heuffelii var. glabra.

Jovibarba heuffelii var. glabra wächst hier auf Sandstein. Die Rosetten wachsen oben auf den Felsen und auch auf den Gesimsen der Felsen. Diese Lokalität befindet sich in der Höhe von 491 m über dem Meerspiegel.

Die Rosetten sind schön gefärbt. Die Blätter sind silbern gefärbt. Obwohl es während unseres Besuches trocken war, waren die Pflanzen in guten Zustand. Einige Pflanzen waren für das Blühen vorbereitet. Sie haben aber nicht geblüht.

Die Pflanzen aus Belogradčik sind nicht nur dank der Färbung typisch. Die Pflanzen haben ganz enge Blätter mit ziemlich langen Spitze. Die Färbung bleibt in auch in der Kultur.

Immer wenn ich die Pflanzen auch Belogradčik beobachte, fällt mir eine Frage ein. Wo liegt die Grenze zwischnen Kultivar und Naturform??

Ich freue mich auf die Fragen und auf die Meinungen. Haben sie Belogradčik besucht???

LG,
jezour

Zum Naturformen-Eintrag

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Comments

Sempernicki

Mo., 27.12.2021 - 08:00

Hallo, lieber jezour,

hast du die Felsenlandschaft auch von oben gesehen und fotografiert? Ich habe gerade gegoogelt. Das ist eine fantastische Gegend.

Die Heuffeliis sind wunderschön - ganz üppig.

Auf dem Felsen sieht es aus, als hätte sich jemand ein kleines Gärtchen angelegt.
Aber das wollen wir mal nicht annehmen.

Den Unterschied zwischen Kultivar und Naturform wissen wir, aber was ist eine Kulturform? Eine Naturform, die länger kultiviert wurde?

Vielen Dank für diesen Reisebericht, den du gerne noch durch weitere Fotos verlängern kannst.

Liebe Grüße
Sempernicki

Sempernicki

Mo., 27.12.2021 - 08:02

Hallo lieber jezour,

die Jovibarba heuffelii sind wunderschön - der silbrige Glanz und der rosa-/lilafarbene Hauch auf den Blättern.
Ich finde es auch bemerkenswert, dass die Färbung in Kultur so intensiv bleibt.

Konntest Du Unterschiede feststellen zum Wachstum auf anderem Gestein?

...übrigens, die Sandsteinformationen auf dem letzten Bild erinnern an die Sächsische Schweiz hier bei uns...

Vielen Dank für den tollen Reisebericht.

Liebe Grüße
sachsblau

Sempernicki

Mo., 27.12.2021 - 08:03

Hallo,

Sempernicki:
Vielen Dank für den Lexikon-Eintrag.

Sachsblau:
Es ist schwierig die Unterschiede festzustellen. Ich habe nur ein paar Populationen in der Nähe von Belogradčik beobachtet. Alle Pflanzen sind auf dem Sandstein gewachsen. Es gibt noch die Kalksteinfelsen über die Stadt, die ich nicht besucht habe. Vielleicht wächst Jovibarba heuffelii auch dort. In der breiten Umgebung habe ich Jovibarba heuffelii nicht gesucht, weil Belogradčik einen Halt während der Reise nach Rumänien war. Es gilt, dass die Pflanzen von Jovibarba heuffelii in einem Gebiet ähnlich sind. Sicher gibt es mehrere Lokalitäten von Jovibarba heuffelii in die Belogradčik-Region.
Die Sandsteinformationen sind noch interessanter - die Felsen sind rot gefärbt!

LG,
jezour

Sempernicki

Mo., 27.12.2021 - 08:03

Hallo lieber jezour

Bild entfernt. die Gegend ist einfach atemberaubend schön!

Eine Frage habe ich zum zweiten Bild von oben (Gesims): es sieht für mich so aus, als ob dort üppige Büsche wachsen, die die Sonne teilweise abedecken, und auch ist dort noch ein Felsüberhang... was schätzt Du, wieviele Sonnenstunden erhalten dort die heuffelis an einem Sommertag?

Vielen Dank wie immer für Deine tolle Reportage!

Liebe Grüsse
Sedum

Sempernicki

Mo., 27.12.2021 - 08:05

Hallo Sedum,

die Felsen südlich und südöstlich von Belogradčik sind niedriger und sie befinden sich oft im Wald. Nur die oberen Flächen der Felsen haben viel Sonne während des Tages. Das Gesims auf dem zweiten Bild ist sehr beschattet und östlich orientiert. Die Pflanzen erhalten die Sonne nur während des Vormittages.

reise

Die Gegend bei Belogradčik (die Stadt hinten auf dem Bild)

LG,
jezour

Sempernicki

Mo., 27.12.2021 - 08:07

Hallo lieber jezour

Vielen Dank für das nachgelieferte Foto.
Das zeigt schön, dass Semps und Co. auch mit einem Standort zurecht kommen, der nicht vollsonnig ist.

Im letzten August, auf dem Berninapass hatte ich auch an einem östlich orientierten Hang Semps gefunden:

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Vom Mittag an war da ebenfalls Schatten, und die kleinen Kerlchen sahen trotzdem prächtig aus.

Liebe Grüsse
Sedum

Titelbild
Reisebericht: Belogradčik