S. leucanthum from Molitvenata skala
Angaben zu S. leucanthum:
Pancic (Elem. Fl. Bulg., 30, 1883)
Angaben aus: Eggli, Urs (Hrsg): Sukkulentenlexikon, Bd.4, 2003, S. 358
Die dortigen Autoren für Sempervivum sind: H. 't Hart, B. Bleij & B. Zonneveld
Gute Beschreibung in: Praeger, Lloyd R. (1932): An Account of the Sempervivum Group, S. 86 ff
Beschreibungen und weitere Infos
Josef Ježek:
Name: S. leucanthum - Molitvenata skala
Lokalität: Es handelt um großen Felsen im Rilatal, etwa 2,5km westlich des Ortes Kirilova Poljana. Der obere Teil dieser Felsen wird nicht durch die Bäume beschattet und gerade in dem oberen Teil dieser Felsen wachsen die meisten Rosetten. Die Rosetten wachsen gerade an dem Felsen, an den Felsrändern und auch in den Felsspalten da, die Rosetten bilden große Gruppen und Kolonien am Naturstandort.
Höhe: 1405m ü. NN
Gestein: Granit
Beschreibung der Pflanzen: Die meisten Rosetten waren geöffnet und frisch grün gefärbt. Viele Rosetten hatten lila oder auch dunkelrot gefärbte Spitzen der Rosettenblätter, viele Rosetten waren trotzdem nur grün gefärbt. Weil an diesem Naturstandort wirklich viele Rosetten wachsen, war es möglich die Variabilität der Merkmale von Sempervivum leucanthum schön zu beobachten. Die Rosettenblätter von Sempervivum leucanthum sind an beiden Flächen drüsig behaart. Diese Behaarung ist sehr variabel – die Oberflächen der Rosettenblätter sind bei einigen Rosetten sehr dicht behaart, bei weiteren Rosetten ist die Behaarung nicht so dicht. Unterschiedlich ist auch die Länge der Behaarung an den Oberflächen der Rosettenblätter. In einigen Fällen ist diese Behaarung kurz, bei einigen Rosetten ist die Behaarung ziemlich lang, solche Rosetten können teilweise an Mischlinge oder auch an Sempervivum ciliosum erinnern. Die Mischlinge können in diesem Fall ausgeschlossen werden, an den Felsen wächst nämlich nur Sempervivum leucanthum. Eine Variabilität ist auch bei den Wimpern an den Rändern der Rosettenblättern zu beobachten. Bei einigen Rosetten sind die Wimpern sehr kurz, es gibt auch die Rosetten, an deren Rändern der Rosettenblätter sehr lange Wimpern auftreten. Alle Möglichkeiten zwischen diesen zwei Extremen sind an dem Naturstandort zu beobachten.
An dem Naturstandort haben viele Rosetten in der Zeit meines Besuches neue Ausläufer gebildet. Die Ausläufer sind an dem steilen Felsen ein bisschen länger als in der Kultur, damit die Ausläufer einen geeigneten Platz an den Felsen finden können.
In der Zeit meines Besuches haben viele Rosetten an diesem Naturstandort geblüht. Die Kronblätter waren meistens hellgelb oder gelbweiß gefärbt, die Spitzen der Kronblätter waren ein bisschen dunkler gefärbt, die Blüten beinhalten meistens 13 oder 14 Kronblätter, am Naturstandort habe ich auch Blüten mit 12 oder 15 Kronblättern beobachtet. Es war möglich eine Variabilität in der Farbe der Staubgefäße zu beobachten. Die Staubgefäße einiger Blüten waren gelbgrün gefärbt, bei einigen Blüten waren die Staubgefäße nur in dem oberen Drittel lila oder leicht rosa gefärbt, in weiteren Blüten waren die Staubgefäße völlig rosa oder lila gefärbt.
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