Reisebericht: Petit Pimené, Abhang

Gespeichert von jezour am So., 03.11.2013 - 11:39

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. arachnoideum x S. montanum x S.tectorum from Petit Pimené, Abhang

S. arachnoideum x montanum x tectorum – Abhang Petit Pimené

n diesem Beitrag bleiben wir an dem gleichen Abhang über dem Städtchen Gavarnie in den Pyrenäen in Frakreich. An dem Abhang gibt es mehrere Standorte nicht nur von Sempervivum montanum, sondern gibt es da auch Standorte der Hybride.

Höher am Abhang habe ich einen Block der Kalkstein. In der Nähe haben sich die Schieferfelsen befindet. Aber über dem Standort, südlich von dem Standort, gibt es die Kalksteinfelsen in den oberen Drittel der Berge. Warum erwähne ich diesen Block des Kalksteins?

In den Felsspalten des Blocks habe ich die interessanten Pflanzen gefunden. Der Standort liegt in der Höhe von 2224 Meter über dem Meerspiegel. Diese Pflanzen wachsen nur in den Felsspalten dieses Kalksteinblocks. Obwohl der Standort nicht so groß ist, gibt es ziemlich viele Pflanzen da. Auf dem ersten Blick ist es klar, dass es um Hybrid handelt. Aber was ist das?

Wir schauen uns die Rosettenblätter an. Die Rosettenblätter sind drüsig behaart. Wenn wir an den Rosetten riechen, duften sie angenehm. Also – diese Merkmale zeigen auf Sempervivum montanum. Aber die Gestalt der Rosettenblätter entspricht Sempervivum montanum nicht. Die Gestalt der Blätter entspricht Sempervivum tectorum. Dann schauen wir uns an die Behaarung an den Kanten und an den Spitzen der Rosettenblätter. Die Wimpern sind unregelmäßig verteilt, die Länge der Wimpern ist gar nicht gleich. An den Spitzen können wir die langen Wimpern beobachten. Diese Merkmale zeigen auf Sempervivum arachnoideum.

Interessant, oder? Ich habe auf die Blüten gewartet. Eine Rosette hat im Frühling bei mir in dem Garten geblüht. Was zeigen die Blüten? Die Blüten zeigen wieder auf drei Arten. Ich glaube, dass es um S. arachnoideum x montanum x tectorum handelt, denn alle drei Arten spielen seine Rolle in den Merkmalen dieser Pflanzen.

Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
jezour

Zum Naturformen-Eintrag

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Comments

Sempernicki

Mo., 13.12.2021 - 09:00

Hallo, lieber jezour,

mich interessieren Hybriden immer sehr. Ich habe mir auch schon eine Menge davon zugelegt.

Die von dir gezeigte Dreifach-Hybride habe ich ja schon von dir bekommen und ich denke, dass du mit der Bestimmung richtig liegst. Bei mir ist der arachnoideum-Anteil auch an den Rosetten gut zu erkennen. Ich bin auch schon gespannt, wie sie hier blühen werden.

Ich zeige hier mal ein Foto vom 21.10.2013:

reise

Vielen Dank für den Reisebericht und die zahlreichen Fotos.

Liebe Grüße

Sempernicki

Sempernicki

Mo., 13.12.2021 - 09:00

Moin lieber jezour;

ich finde das sehr interessant!

1. der sehr beschränkte Standort
2. die Bestimmung eines Dreifach-Hybriden anhand der Merkmale

konnten denn alle drei Arten in dieser Gegend schon nachgewiesen werden?

oder könnte dieser Hybrid seine drei Vorfahren sogar verdrängt haben weil er bessere Eigenschaften hat als die drei Grundarten?

Spannend, danke für diesen tollen Bericht!

LG banker07

Sempernicki

Mo., 13.12.2021 - 09:01

Hallo, lieber banker07,

es ist klar, dass alle drei Arten in der Gegend wachsen.
Sempervivum montanum subsp. montanum befindet sich am meisten Standorten da.
Sempervivum tectorum gibt es auch da am Abhang, die reine Rosetten von S. tectorum habe ich nicht gefunden. Die Pflanzen, die ich hier im Forum wie S. tectorum var. alpinum gezeigt habe, sind auch Mischlinge - zwischen S. tectorum und S. montanum. Aber in der Nähe hätte ich einen Standort von reinen Pflanzen S. tectorum erwarten.
Reine Rosetten von S. arachnoideum habe ich auch nicht gefunden, aber ich glaube, dass sie am Kalkstein südlich von diesem Standort wachsen.

Auf der zweite Frage kann ich nicht antworten.

LG,
jezour

Sempernicki

Mo., 13.12.2021 - 09:04

Hallo lieber jezour,

Wow!! Was für eine interessante Entdeckung .
Das ist sehr spannend, denn bisher hatten wir (wenn ich mich richtig erinnere) noch keine 3-fach Hybride. Und auch der Fundort ist beeindruckend. Die Felsspalten scheinen wie geschaffen für die Pflanzen, die so zahlreich zusammen stehen und einen sehr gesunden Eindruck machen.

Jeder Deiner Reiseberichte ist nicht nur interessant, sondern hält auch immer wieder tolle Überraschungen bereit. Vielen Dank dafür !!


Liebe Grüße
sachsblau,

Sempernicki

Mo., 13.12.2021 - 09:06

Hallo lieber jezour,

ich habe ganz vergessen, Dich zu diesem Beitrag und Deiner Reise noch etwas zu fragen.
Du hast geschrieben, dass Du S. tectorum an diesem Standort vermutet hast, aber nicht finden konntest. Wirst zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal hinfahren und erneut suchen? Oder denkst Du, dass das wenig Sinn macht?
...das Thema mit der 3-fach Hybride beschäftigt mich noch immer...

Liebe Grüße
sachsblau

Sempernicki

Mo., 13.12.2021 - 09:06

Hallo, liebe sachsblau,

S. tectorum habe ich wahrscheinlich am Abhang gefunden. Ich habe diese Pflanzen hier im Forum wie S. tectorum var. alpinum gezeigt. Ich kann nicht sicher bestätigen, ob es wirklich um S. tectorum handelt. Ich hatte diese Pflanzen in der Sammlung, seit zwei Jahre habe ich sie nicht mehr. Die Pflanzen sind dank des Frostes gestorben, ich habe sie lange im Treibbeet gelassen.
Die reine Pflanzen von S. arachnoieum habe ich nicht gefunden. Ich erwarte sie am Kalkstein.
Sicher möchte ich die Gegend noch einmal besuchen.

LG,
jezour

Titelbild
Reisebericht: Petit Pimené, Abhang