Reisebericht: Krsy

Gespeichert von jezour am Mi., 23.11.2011 - 17:50

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. globiferum from Krsy

Jovibarba globifera subsp. globifera - Na Holé

Ich möchte die Gegend des Westböhmens vorstellen. Beide Orte befinden sich nicht weit von dem Dorf Krsy. Beide Orte haben viele Dinge gemeinsam. Dort gibt es die Felsen, das Gestein bildet Basalt. Trotzdem sind sie verschieden. Wenn wir die Bilder wieder gut anschauen, müssen wir fragen. Wo würden wir die Hauswurz suchen?

Polínský vrch ist größer, dort gibt es zahlreiche Felsen. Und die Hauswurz? Sie wachsen wir nicht! Mehrmals habe ich Jovibarbas hier gesucht, trotzdem habe ich keine gefunden. Zwei Kilometr östlicher von Polínský vrch (vrch = Hügel) gibt es ein paar Häuser. Dort hebt das Gelände. Trotzdem gibt es hier kein Hügel. Dort war es ein Hügel. Jetzt gibt es nicht mehr.

Warum? Dort war ein Steinbruch. In der Mitte des Steinbruches befindet sich jetzt der See. Vielleicht kann ich vorstellen, wie hat die Gegend früher gesehen. Es ist sehr wichtig, dass Jovibarbas hier überlebt haben.

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                                                                                Der Naturstandort - mit dem See

Es handelt um eine Lokalität von Jovibarba globifera subsp. globifera. Als ich den See zum ersten mal gesehen habe, habe ich die Hauswurz hier nicht erwartet. Trotzdem habe ich sie hier gefunden. Die Lokalität befindet sich in der Höhe von 656 m über dem Meerspiegel. Es gibt zwei Plätze, wo können wir Jovibarba globifera subsp. globifera finden.

Es ist möglich die Hauswurz auf den Steinen neben dem Eingang in den Steinbruch zu finden. Dann wachsen sie gleich an der Wand auf dem Ufer des Sees. Die Pflanzen sind gesund, sie sehen schön aus. Die Blüten habe ich hier noch nicht gesehen. An der Wand wachsen zwei Kolonien, neben dem Eingang können wir ein paar Gruppen finden.

Es ist wirklich interessant Jovibarba globifera subsp. globifera zu beobachten. Die Pflanzen zeigen im Sommer die weißen Streifen auf den Blättern. Ich kann es gar nicht erklären. Auf jeder Lokalität befindet sich der weiße Streifen anderswo. Es ist auch interessant die Lokalitäten in der Gegend zu suchen. Jovibarba globifera subsp. globifera kann uns oft überraschen!

Ich hoffe, dass ich geschrieben habe. Ich freue mich auf den Fragen.

LG,
jezour

Zum Naturformen-Eintrag

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Comments

Sempernicki

Fr., 26.11.2021 - 08:54

Hallo, lieber jezour,

das war ja wirklich eine gelungene Überraschung! Jovis am Ufer eines Sees!

Eigentlich hätte ich es mir denken müssen. Bei uns gibt es ja auch viele ehemalige Steinbrüche und an den Rändern gibt es oft noch interessante Pflanzen. Aber es steht fast immer "Betreten verboten!" dort. Einmal war ich mit einer Freundin trotzdem im Steinbruch und morgens um 10 Uhr, als die Sonne auf die wahrscheinlich gefrorene Wand schien, brach sie ab wie ein Eisberg. Wir waren glücklicherweise gerade in der Mitte des Steinbruchs - ca. 50m entfernt - aber wir haben einen großen Schrecken bekommen und sind ganz "beeindruckt" gegangen.

Wenn ich den Eintrag ins Lexikon erstelle, kann ich dann schreiben ... from Krsy? Sonst wird der Name zu lang.

Vielen Dank, dass du uns diese originelle Stelle gezeigt hast.

Liebe Grüße
Sempernicki

Sempernicki

Fr., 26.11.2021 - 08:55

Hallo Sempernicki,

für mich war es damals auch eine Überraschung, dass ich hier Jovis gefunden habe. Jetzt suche ich Jovis auch in den Steinbrüchen. Ich kenne ein paar Steinbruch-Lokalitäten.

In diesem Steinbruch ist es gefahrlos. Der Steinbruch ist alt, es funktioniert mehr als 50 Jahren nicht. Und die Wänden sind klein. Der größeren Teil des Steinbruches ist jetzt überschwemmt. Und es handelt um Basalt. Basalt ist sehr festes Gestein.

Die Überschrift "from Krsy" reicht. In den Beschreibungen erwähnen wir dann "Steinbruch Na Holé bei Krsy". Es ist möglich die Überschrift des ersten Beitrages zu ändern, bitte? (Rätsel -> Jovibarba globifera subsp. globifera - Na Holé)

LG,
jezour

Sempernicki

Fr., 26.11.2021 - 08:58

Hallo,

die weißen Streifen auf den Blättern von Jovibarba globifera subsp. globifera sind interessant. Ich habe keine Erwähnung darüber gefunden. Es ist fast nicht untersucht.

Der Grund des Streifens kennen wir nicht. Es hängt nicht von Gestein, oder von Licht. Ich beobachte die Streifen vor allem im Sommer. Wenn man gut sucht, findet man die Streifen auch im Frühling, oder im Herbst.

Vielleicht habe noch eine Idee. Es kann von dem Wasser abhängig sein. Dann kann es eine Schicht des Wachses sein.

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                      J. globifera - die weißen Streifen an den Rosettenblättern

LG,
jezour

Sempernicki

Fr., 26.11.2021 - 09:01

Hallo,

ich habe noch ein Bild gefunden. Auf diesem Bild können wir die weißen Streifen ganz gut beobachten.

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Die Streifen an einem Rosettenblatt von Jovibarba globifera

Ich hoffe, dass ich mit neuen Fotoapparat die Blätter besser fotografieren kann.

LG,
jezour

Sempernicki

Fr., 26.11.2021 - 09:05

Hallo,

wie viel Blütenstengel gibt es auf dem Bild?

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                                 Blütenstengel

LG,
jezour

Sempernicki

Fr., 26.11.2021 - 09:07

Hallo liebe Freunde,

die richtige Antwort ist 4. Auf dem Bild gibt es sogar 4 Blütenstengel von Jovibarba globifera.

Seltsam oder? Auf dem Bild sehen wir die Fläche ungefähr 2 x 3 Meter. Der Standort beobachte ich seit dem Jahre 2009, ich besuche den Standort vor allem während der Sommermonate. Bis Jahre 2014 habe ich am Naturstandort keine blühende Pflanze gefunden (und beobachtet). Es ist einfach, es gab keine blühende Rosette da. Im Sommer 2014 war ich erstaunt, denn ich habe da sogar 5 blühenden Rosetten gefunden. Auf dem Bild sehen wir vier Rosetten, die letzte Rosette ist etwa zehn Meter weiter gewachsen.

Jetzt kommen die Fragen warum. Warum gab es da früher (in den vorigen Jahren) keine blühende Rosette? Warum blühen so viele Rosetten auf einmal?

Ich glaube, dass das Gestein keine Rolle für die Ausbildung der Blüten spielt. Für die Ausbildung der Blüten bei Jovibarba globifera müssen die Rosetten bestimmte Größe erreichen. Und dann spielt wahrscheinlich eine wichtige Rolle das Wetter und die Wetterbedingungen während des Frühlings. Ich glaube auch, dass die Fröste am Anfang Mais die Ausbildung der Blüten auch sehr stark beeinflußen.
Es ist nötig zu erwähnen, dass der Frühling im Jahre 2014 im Böhmen lang, warm, sonnig und ziemlich trocken war. Es gab keine Fröste nach der Hälfte des Frühlings.

LG,
jezour

Sempernicki

Fr., 26.11.2021 - 09:08

Hallo lieber jezour,

das würde vielleicht bedeuten, dass Pflanzen, die im Gewächshaus überwintern und im Frühjahr einen Wachstumsvorsprung haben, evtl. häufiger blühen als diejenigen, die draußen bleiben mussten?

Wenn man also eine rare Pflanze hat, darf man es keinesfalls zu gut mir ihr meinen?

Liebe Grüße
Zaubergarten

Sempernicki

Fr., 26.11.2021 - 09:08

Hallo liebe Zaubergarten,

es kann auch bedeuten, dass die Pflanzen, die im Gewächshaus überwintern, früher blühen können als die Pflanzen, die während des Winter draußen waren. Trotzdem glaube ich, dass es nicht so einfach ist. Ich glaube, dass auch andere Umstände eine wichtige Rolle spielen - zum Beispiel der Blumentopf oder Schüssel, Wasser, Licht, Lage und so weiter.

Ich möchte äußern, dass das Wetter eine wichtige Rolle spielt. Das Wetter beeinflusst die Pflanzen mehr, als wir jetzt vorstellen können. Das Wetter beeinflusst Wachstum, Blühen, Größe der Pflanzen und so weiter.
Eine andere Antwort für die ungewöhnlich große Anzahl der blühenden Rosetten am Naturstandort habe ich noch nicht gefunden.

LG,
jezour

Sempernicki

Fr., 26.11.2021 - 09:08

Hallo lieber jezour,

ich finde die Diskussion sehr interessant, vor alle weil es um Langzeitbeobachtungen von Pflanzen an eine Naturstandort geht. Ich glaube bisher hatten wir es noch nicht, dass jemand Jahr für Jahr an die gleiche Stelle kommt, um die Sempervivum dort zu beobachten.

Ich denke auch, dass es vermutlich verschiedene Einflüsse sind, die die Rosetten blühen lassen - Wetter, die Lage des Standorts, Größe der Rosetten und vielleicht auch etwas das Gestein.

Vielen Dank für deine Berichte und die tollen Bilder !!


Liebe Grüße,
sachsblau

Titelbild
Reisebericht: Krsy