Reisebericht: Visegrád, unter der Burg 1

Gespeichert von jezour am Mi., 06.04.2022 - 08:52

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. hirtum (hirtum) from Visegrád, unter der Burg

Jovibarba hirta var. hirta – Visegrád, unter der Burg

In diesem Reisebericht wird nächster Naturstandort von Jovibarba hirta var. hirta aus dem Norden Ungarns vorgestellt. Der Naturstandort befindet sich in dem Durchbruch der Donau an den Abhängen über dem Städtchen Visegrád.
Das Städtchen Visegrád liegt direkt an der Donau im Norden Ungarns und hat eine lange Historie. Zum Beispiel im Jahre 1335 haben sich in Visegrád die Könige von Böhmen, Polen und Ungarn getroffen und haben „Vetrag“ abgeschlossen, Visegrád war im Mittelalter eine wichtige Stadt von Ungarn (Hauptstadt und auch Sommerresidenz), oder im Jahre 1991 wurde in Visegrád eine Visegrád-Gruppe gegründet. Das Städtchen liegt unten an dem rechten Ufer der Donau in einem tiefen Tal, über dem Städtchen gibt es oben auf den mächtigen Felsen eine Burg.
Visegrád liegt in dem Gebirge Visegrádi-hegység, dieses Gebirge liegt in dem Norden von Ungarn und laut den Angaben im Internet liegt der höchste Berg dieses Gebirges bei dem Dorf Dobogókö, dieser Berg misst 699 Meter. Das ganze Gebirge hat einen vulkanische Ursprung, die Täler in dem Gebirge sind tief und vor allem die nörliche Ränder des Gebirges sind besonders steil.
Obwohl der Wasserspiegel der Donau in der Höhe um 130 Meter in Visegrád liegt, die Burg über dem Städtchen befindet sich in der Höhe von 328 Meter. Die westliche Abhänge unter der Burg und über der Donau sind besonders steil und felsig, die Felsen an diesen Abhängen sind wirklich mächtig, diese Felsen werden gar nicht durch Bäume bewachsen, es handelt sich um einen geeigneten Ort für Hauswurz. Für eine gute Vorstellung – die Felsen fangen in der Höhe um 190 Meter über dem Meerspiegel an und erreichen bis die Höhe von 310 Meter.
Keine Überraschung, dass ich an den Felsen Hauswurz gefunden. In diesem Reisebericht möchte in die Pflanzen von Jovibarba hirta var. hirta vorstellen. Die Hauswurz habe ich an den Felsen unter der Burg in der Höhe von 305 Meter beobachtet, der Naturstandort ist größer – also die Meereshöhe um 305 Meter ist höchstwahrscheinlich die obere Grenze der Verbreitung von Jovibarba hirta an diesem Naturstandort. Das Gestein wird durch Andesit gebildet.
Am Naturstandort habe ich eine riesengroße Menge der Rosetten von Jovibarba hirta var. hirta aller Größen beobachtet. Die Rosetten waren in dem guten Zustand währen meines Besuches, die Rosetten haben angefangen zu wachsen, denn ich habe diesen Naturstandort vor der Hälfte Frühlings besucht. Die Rosetten wachsen vor allem in den kleinen Gruppen am Naturstandort, in einer Gruppe wächst oft um 10 Rosetten. Selbstverständlich habe ich auch Rosetten beobachtet, die einzeln wachsen. Die Rosetten wachsen vor allem in den Felsspalten, an den Rändern der Felsen und direkt an den Felsen am Naturstandort.
Die Rosetten am Naturstandort waren teilweise geöffnet während meines Besuches. Die Rosettenblätter waren hell grün oder grünblau gefärbt, die äußere Rosettenblätter waren rot oder lilarot in den oberen Drittel gefärbt. Die Rosettenblätter der Rosetten an diesem Naturstandort waren schmal, an den äußeren Flächen mancher äußeren Rosettenblätter war ein Kamm von Wimpern. Die Ränder der Rosettenblätter waren dicht und regelmäßig bewimpert.
Weil ich der Naturstandort vor der Hälfte des Frühlings besucht habe, habe ich keine Blüte am Naturstandort beobachtet, ich habe auch keine vertrocknete Blütenstengel am Naturstandort gefunden. Ich habe Ausläufer bei manchen Rosetten beobachtet, diese Ausläufer sind sicher aus dem vorigen Jahr gekommen, es war zu früh für neue Ausläufer für die meisten Rosetten an diesem Naturstandort. Neue Ausläufer habe ich nur bei zwei Rosetten gefunden – diese Ausläufer waren aber sehr klein.
Es lohnt sich das Städtchen Visegrád zu besuchen – nicht nur wegen Hauswurz, sonder auch wegen Historie und Natur. Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
Josef

Zum Naturformen-Eintrag

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Comments

Sempernicki

Mi., 06.04.2022 - 09:28

Hallo, lieber Josef,

das ist ein toller Standort dort oberhalb der Donau.

Vielen Dank für den Bericht und die schönen Bilder!

LG

Veronika